Urlaub auf dem Bauernhof als zweites Standbein für die Landwirtschaft? SPD-Politikerinnen zu Gast auf dem Könighof

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Schweinhütt im Landkreis Regen, 19. Juni 2017. Die Landwirtschaftspolitikerinnen Rita Hagl-Kehl, MdB und Ruth Müller, MdL informierten sich auf dem Könighof über das Geschäftsmodell „Urlaub auf dem Bauernhof“ als zweites Standbein für die Landwirtschaft im Bayerischen Wald. Begleitet wurden sie von der Juso-Bundesvorsitzende und Bundestagkandidatin Johanna Uekermann und der SPD-Kreisvorsitzenden aus Freyung-Grafenau, Bettina Blöhm.

Familie König hatte 2000 das Risiko gewagt, in ihr Anwesen zu investieren, um Ferienwohnungen anbieten zu können. Um von der im Bayerischen Wald kaum mehr überlebensfähigen Landwirtschaft, musste sich Familie König überlegen, welches zweite Standbein sie sich aufbauen können. Der Erfolg zeigt, dass sich das Risiko gelohnt hat. Den Gästen auf dem Könighof wird ein Programm angeboten wie Pizzabacken im Steinbackofen,  Lagerfeuer oder auch Kutschfahrten – natürlich können die Gäste hier sich mit um die Tiere kümmern. Vor allem von Familien mit Kindern wird dieses Angebot sehr gerne angenommen.

Familie König hat nach wie vor einen Milchviehbestand von 30 Tieren. Natürlich waren in diesem Zusammenhang, die fallenden Milchpreise und auch die Subventionspolitik ein Diskussionsthema mit den Politikerinnen vor Ort. Herr König kritisierte die ausufernde Bürokratie und Subventionszahlungen allein für die Fläche. Diese seien nicht mehr mit Arbeit verbunden und stehe in keinem fairen Verhältnis zu den Subventionen für Landwirte, die wirkliche Arbeit leisten. „Die Subventionen müssten an die Arbeit gebunden sein, die ein Landwirt leistet“, so Herr König. In diesem Punkt stieß er bei der Bundestagsabgeordneten und stv. agrarpolitischen Sprecherin ihrer Fraktion, Rita Hagl-Kehl, auf offene Ohren. „Ich fordere schon lange, dass öffentliches Geld für öffentliche Leistungen ausgegeben wird. Wir brauchen unsere Landwirte hier auch zum Erhalt unserer Kulturlandschaft. Außerdem setze ich mich dafür ein, dass die Tierhaltung wieder an die Fläche gebunden wird“, erklärte die Abgeordnete. „Das Credo, wer viel hat, bekommt viel – ist weder gerecht, noch bringt es etwas für unsere Landwirte hier im Bayerischen Wald. Abschließend bedankten sich die Politikerinnen für den freundlichen Empfang und das offene Gespräch. „Sie haben sich hier wirklich ein schönes, zweites Standbein geschaffen und ich bin froh, dass die Gäste dies auch zu schätzen wissen“, stellte Ruth Müller fest.

Foto v. l.: MdL Ruth Müller, Johanna Uekermann, Gertraud König, Konrad König, MdB Rita Hagl-Kehl, Bettina Blöhm

 

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