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Besuch der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V. in Stuttgart

Anlässlich ihres Besuchs bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg informierte sich die Parlamentarische Staatssekretärin aus dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Rita Hagl-Kehl, MdB über die Arbeit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Die Bundestagsabgeordnete zeigte sich beeindruckt von der Themenvielfalt und den digitalen Angeboten.

Es ist wichtig, die Menschen in der digitalen Welt dort zu erreichen, wo sie Informationen suchen. Da ist die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mit ihren neuen digitalen Angeboten sehr gut aufgestellt.

Rita Hagl-Kehl

Mit einem eigenen Podcast und einer neu gestarteten Webinarreihe geht die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg neue Wege der digitalen Verbraucherinformation. Die Angebote können kostenlos im Internet über die Seite der Verbraucherzentrale genutzt werden. 

Die Experten der Verbraucherzentrale stellten der Staatssekretärin verschiedene aktuelle Themen vor, darunter neueste Entwicklungen im Bereich „Abzocke durch Schlüsseldienste“ und Verbraucherprobleme im Bereich Gewährleistung. Ebenfalls Thema war das Verhalten von Kreditinstituten gegenüber ihren Kunden.

Schlüsseldienste sind seit Jahren ein Dauerthema in der Beratung der Verbraucherzentrale. „Unseriöse Anbieter nutzen Notlagen von Verbrauchern aus und verlangen horrende Summen für eine einfache Türöffnung“, berichtet Cornelia Tausch, Vorstand der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Die Verbraucherzentrale unterstützt mit Beratung und Information Verbraucher dabei, nicht durch unseriöse Anbieter abgezockt zu werden. „Es muss endlich etwas geschehen, um unseriösen Anbietern das Handwerk zu legen. Dabei sind auch die Strafverfolgungsbehörden gefragt“, so Tausch weiter.

Eine aktuelle Studie, die im Rahmen des durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz geförderten Projekts „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“ zum Thema Gewährleistung durchgeführt wurde, bestätigt: Viele Verbraucher werden mit ihren Ansprüchen im Regen stehen gelassen. In 92 von 100 untersuchten Beratungsfällen wurden Verstöße gegen die gesetzlichen Gewährleistungsrechte festgestellt.

Das Verhalten einiger Banken und Sparkassen ist für viele Verbraucher ein großes Ärgernis. Institute versuchen, für sie nicht mehr lukrative Verträge zu kündigen, Negativzinsen einzuführen oder verwenden zum Teil rechtswidrige und verbraucherbenachteiligende Klauseln zur Zinsanpassung in ihren Verträgen. „Wir haben die Branche im Blick und sind bereits erfolgreich rechtlich gegen Anbieter vorgegangen“, so Cornelia Tausch.

Bild:

Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V.