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Florian von Brunn und Rita Hagl-Kehl besuchen Schott Zwiesel

Im Rahmen seiner Sommertour besuchten Florian von Brunn, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, und Rita Hagl-Kehl, Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin, das Unternehmen Zwiesel Kristallglas im Bayerischen Wald. Im Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Andreas Buske diskutierten sie über die aktuelle Situation des Unternehmens in der Corona-Pandemie und die speziellen Herausforderungen für größere Mittelständler im Bayerischen Wald. Von Brunn und Hagl-Kehl betonten dabei die Bedeutung gleichwertiger Arbeits- und Lebensverhältnisse in ganz Bayern.

Wir werden gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen so lange unterstützen, wie die Corona-Pandemie und ihre Folgen uns in Atem halten werden!

Rita Hagl-Kehl

Als Hersteller von hochwertigen Gläsern, die vor allem auch in der Gastronomie Verwendung finden, hatte der namhafte Glashersteller Zwiesel Kristallglas, vielen bekannt unter dem Namen Schott Zwiesel, besonders unter der Corona-Pandemie zu leiden. Vor allem im ersten Lockdown im Frühjahr vergangenen Jahres sei der Absatz der gesamten Produktpalette massiv eingebrochen und man habe die Produktion stark herunterfahren müssen, berichtete der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Andreas Buske. Durch die staatlichen Hilfsmaßnahmen und die gute Kooperation mit Beschäftigten und Betriebsrat sei es gelungen, Entlassungen größtenteils zu vermeiden und vor allem Fachkräfte im Betrieb zu halten, so Buske weiter. Rita Hagl-Kehl versicherte in diesem Zusammenhang, auch in den kommenden Monaten die Unternehmerinnen und Unternehmer nicht allein zu lassen. „Wir werden gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen so lange unterstützen, wie die Corona-Pandemie und ihre Folgen uns in Atem halten werden!“

Für die BayernSPD ist die Gleichwertigkeit der Regionen ein wichtiges Ziel: Alle Menschen in Bayern müssen die gleichen Perspektiven und Chancen haben, ganz gleich, ob sie in den Metropolregionen oder im Bayerischen Wald leben!

Florian von Brunn

Wie bei vielen anderen national und global tätigen Unternehmen aus dem Bayerischen Wald wird auch in der Glasfabrik Zwiesel Kristallglas die Arbeit durch strukturelle Nachteile der Region beeinflusst. Neben der mangelhaften Internetverbindung sei auch die Stromversorgung gerade für so ein energieintensives Unternehmen lückenhaft, bestätigte Buske. Der SPD-Fraktionschef von Brunn forderte eine verlässliche Unterstützung durch den Freistaat: „Gerade für die Unternehmen und Beschäftigten im Bayerischen Wald kann man noch deutlich mehr tun! Für die BayernSPD ist die Gleichwertigkeit der Regionen ein wichtiges Ziel: Alle Menschen in Bayern müssen die gleichen Perspektiven und Chancen haben, ganz gleich, ob sie in den Metropolregionen oder im Bayerischen Wald leben! Gut, dass es hier mit Rita Röhrl eine extrem engagierte SPD-Landrätin gibt, die sich für die Unternehmen und Arbeitsplätze vor Ort einsetzt. Wir werden auch im Landtag dafür kämpfen, dass hier in Zukunft mehr investiert wird. Dazu zählt eine gute und bezahlbare klimafreundliche Energieversorgung genauso wie der Ausbau von schnellem Mobilfunk.“  

Wir müssen dafür sorgen, dass die betriebliche Ausbildung wieder eine größere Wertschätzung in der Gesellschaft erfährt und Unternehmen bei der Suche nach Nachwuchskräften unterstützt werden – schließlich sind die Azubis von heute die Fachkräfte von morgen.

Dennis Schötz

Im Rahmen der anschließenden Führung diskutierte man unter anderem noch die Probleme auf dem Ausbildungsmarkt. Ähnlich wie in vielen anderen ausbildenden Betrieben kämpft auch Zwiesel Kristallglas mit zu wenig Interessentinnen und Interessenten für eine betriebliche Ausbildung. Auch der Viechtacher Stadtrat und hiesige SPD-Bundestagskandidat Dennis Schötz, der ebenfalls an dem Besuch bei Schott Zwiesel teilnahm, beobachtet diese Entwicklung besorgt und sieht Handlungsbedarf angesichts der Tatsache, dass viele Unternehmen keinen Nachwuchs fänden. Dies sei bereits in den vergangenen Jahren ein Problem gewesen, habe sich durch die Corona-Krise aber verfestigt und teils sogar verstärkt, weshalb Schötz betont: „Wir müssen dafür sorgen, dass die betriebliche Ausbildung wieder eine größere Wertschätzung in der Gesellschaft erfährt und Unternehmen bei der Suche nach Nachwuchskräften unterstützt werden – schließlich sind die Azubis von heute die Fachkräfte von morgen“.