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Bundespreis „Zu gut für die Tonne“ – Bewerbungsphase gestartet

Inzwischen zum sechsten Mal werden mit dem Bundespreis „Zu gut für die Tonne“ innovative Projekte ausgezeichnet, die zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung einen wertvollen Beitrag leisten. Zur Produktion von Lebensmitteln werden viele Ressourcen benötigt: Für die Produktion und Verarbeitung, für die Lagerung und für den Transport von Lebensmitteln braucht es wertvolle Ressourcen wie Wasser, Ackerboden und Energie. Dabei werden Treibhausgase wie CO2 freigesetzt – völlig umsonst, wenn die Lebensmittel dann weggeworfen werden. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen gehen etwa ein Drittel dieser Lebensmittel weltweit verloren. Die dadurch global verursachten Treibhausgasemissionen pro Jahr werden auf 4,4 Gigatonnen geschätzt.

Daneben ist es auch moralisch fraglich, dass, bei derzeit 690 Millionen Hunger leidenden Menschen weltweit, in Deutschland jährlich entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette rund zwölf Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle anfallen, sechs Millionen davon in Privathaushalten. Insgesamt werden so pro Person 75 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen. 

Gegen die derzeitige Lebensmittelverschwendung müssen wir etwas unternehmen. Deshalb unterstütze ich den Bundespreis "Zu gut für die Tonne". 

Rita Hagl-Kehl

Bewertet werden die eingereichten Projekte in verschiedenen Kategorien: Neben der inhaltlichen Passgenauigkeit zum Thema Vermeidung von Lebensmittelverschwendung zählt ebenso das persönliche Engagement, sowie die Kreativität und Innovation des vorgeschlagenen Projekts. Daneben muss auch konkreter Erfolg nachgewiesen werden können. Bewerben können sich Unternehmen, Start-ups, Gastronomen, landwirtschaftliche Betriebe, wissenschaftliche Einrichtungen, Privatpersonen, NGOs, Kommunen oder Initiativen mit einem innovativen Ansatz. 

Die Gewinnerinnen und Gewinner werden ein Jahr lang von Paten begleitet und beraten. Außerdem gibt es für Konzepte oder Projekte, die sich in der Start- und Entwicklungsphase befinden, Förderpreise in Höhe von insgesamt 15.000 Euro zu gewinnen. Bewerbungsschluss ist der 13. November 2020.

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