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Florian von Brunn im Landkreis Deggendorf

Gemeinsam mit Rita Hagl-Kehl, MdB und Parlamentarische Staatssekretärin, besuchte Florian von Brunn, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, im Rahmen seiner Sommertour #BAYeuchtour die Freiwilligen Feuerwehren von Fischerdorf und Deggendorf sowie den Ortsverband Deggendorf des THW. Die Gespräche drehten sich aus gegebenen Anlass um den Hochwasserschutz und die Vorbereitung in der Region auf kommende Katastrophen. Im Anschluss tauschte man sich noch mit dem Bürgermeister von Niederaltaich Albin Dietrich über aktuelle Hochwasserschutzmaßnahmen aus.

Damals haben die vielen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren und der Technischen Hilfswerke beinahe übermenschliches geleistet und verhinderten noch Schlimmeres.

Rita Hagl-Kehl

„Ich kann mich noch gut an die verheerenden Überschwemmungen von 2013 erinnern, von denen Fischerdorf besonders betroffen gewesen ist. Damals haben die vielen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren und der Technischen Hilfswerke beinahe übermenschliches geleistet und verhinderten noch Schlimmeres“, erinnerte Rita Hagl-Kehl bereits zu Beginn des Gespräches am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Fischerdorf. Seitdem habe man durch verschiedenste Maßnahmen versucht, ähnliche Überschwemmungen zu verhindern, berichtete Kreisbrandinspektor Bernhard Süss. Unter anderem durch Renaturierung, den Bau neuer Dammanlagen oder durch den Neubau des Schöpfwerks "Fischerdorf am Saubach". Um sich ein Bild von den Maßnahmen entlang der Donau in Deggendorf und Fischerdorf zu machen, fuhr man gemeinsam mit dem Feuerwehrkran auf über 30 Meter Höhe. „Die jüngsten Ereignisse haben uns eindringlich vor Augen geführt, dass wir noch mehr Geld und Personal in den Hochwasserschutz investieren müssen. Dass in bayerischen Wasserwirtschaftsämtern seit 2004 kontinuierlich Personal abgebaut wird und Kommunen bei der Finanzierung verschiedenster Schutzmaßnahmen von der Bayerischen Staatsregierung oftmals zu wenig unterstützt werden, ist nicht tragbar“, kritisierte Florian von Brunn deutlich.

Das THW ist mit seiner Ausrüstung, seinen Fahrzeuge und natürlich mit dem Know-how der vielen ehrenamtlich Engagierten, z.B. als Statiker, Logistiker oder Brückenbauer, einer der wichtigsten Helfer bei der Bewältigung von Krisen und Katastrophenfällen.

Florian von Brunn

Nach der Weiterfahrt zum THW Deggendorf drehte sich der Austausch mit Roland Meier, Ortsbeauftragter des THW in Deggendorf, und Thomas Hiendl, Zugführer in Deggendorf, zunächst um die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Hier sei man auch bereits im Einsatz gewesen und habe den Menschen in allen Bereichen geholfen, erzählte Thomas Hiendl. Unter anderem mit dem Einsatz von Notstromaggregaten, bei Aufräumarbeiten oder bei der Wiederherstellung der Infrastruktur. „Das THW ist mit seiner Ausrüstung, seinen Fahrzeuge und natürlich mit dem Know-how der vielen ehrenamtlich Engagierten, z.B. als Statiker, Logistiker oder Brückenbauer, einer der wichtigsten Helfer bei der Bewältigung von Krisen und Katastrophenfällen. Das hat uns die aktuelle Flutkatastrophe noch einmal vor Augen geführt“, so Florian von Brunn. Doch gerade die Fahrzeuge sind besonders wartungs- und kostenintensiv und haben nur eine begrenzte Laufzeit. Auch in Deggendorf sei ein Teil des Fuhrparks mittlerweile in die Jahre gekommen und man müsse sich deshalb in den kommenden Jahren Gedanken über neue Fahrzeuge machen, so Roland Meier. „Mit dem Fahrzeugbeschaffungsprogramm stellen wir im Bund zwischen 2017 und 2023 dem THW 100 Millionen Euro für die Finanzierung neuer Fahrzeuge zur Verfügung, aufgestockt um weitere 25 Millionen durch das Konjunkturpaket. Ich werde mich aber dafür einsetzen, dass auch nach 2023 der THW bei der Fahrzeugbeschaffung weiter finanziell unterstützt wird“, bekräftigte Rita Hagl-Kehl abschließend.

Im Anschluss an den Besuch beim THW Deggendorf tauschte man sich mit Dietrich Albin, Bürgermeister der Gemeinde Niederalteich, über den aktuellen Stand der Hochwasserschutzmaßnahmen in seiner Gemeinde aus. Ähnlich wie Fischerdorf und Deggendorf war auch Niederalteich von den extremen Überschwemmungen 2013 besonders betroffen. Mittlerweile habe man aber durch verschiedenste Maßnahmen weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen, zum Beispiel durch die Rückverlegung der Deich, wie Albin berichten konnte.