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Hagl-Kehl und Pronold besuchen Bürgerinitiative gegen Atommüllendlager

Bei einem gemeinsamen Besuch informierten sich die niederbayerischen SPD-Bundestagsabgeordneten Rita Hagl-Kehl, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, und Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, bei der „Bürgerinitiative gegen ein Atommüllendlager im Saldenburger Granit“ und ihre Forderungen.

Momentan befinden wir uns noch am Anfang des Auswahlprozesses, der frühestens 2031 abgeschlossen werden soll.

Rita Hagl-Kehl

Bereits seit Jahrzehnten wird die Frage kontrovers diskutiert: Wohin mit dem deutschen Atommüller? Im vergangenen September hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) nun einen ersten Zwischenbericht vorgelegt, in dem nach objektiven Kriterien 90 potenzielle Endlagerstandorte festgelegt worden sind. Maßgeblich für die erste Einteilung sind zunächst die geologischen Voraussetzungen, die für ein mögliches Endlager gegeben sein müssen. Mit unter den vorläufigen Endlagerkandidaten ist auch der Saldenburger Granit. „Momentan befinden wir uns noch am Anfang des Auswahlprozesses, der frühestens 2031 abgeschlossen werden soll“, so Rita Hagl-Kehl, die selbst Mitglied der Bürgerinitiative gegen ein Atommüllendlager im Saldenburger Granit ist.

Das wichtigste bei der Auswahl ist, verantwortungsvoll und neutral alle Möglichkeiten zu prüfen.

Florian Pronold

Der Gesetzgeber hat den Auswahlprozess dabei bewusst transparent und mit großem zeitlichem Spielraum gestaltet, um den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit und Zeit zu geben, aktiv an der Endlagersuche teilzunehmen. Dazu Florian Pronold: "Die Suche nach einem Endlager-Standort ist der letzte Baustein des Atomausstiegs. Das wichtigste bei der Auswahl ist, verantwortungsvoll und neutral alle Möglichkeiten zu prüfen. Nur so kann letztendlich die geeignetste Endlagerlösung mit der bestmöglichen Sicherheit für die Entsorgung der hochradioaktiven Abfällen ausgewählt werden. Der Bund muss gemeinsam mit der Bevölkerung konstruktiv zusammenarbeiten. Deswegen war es ein großes Anliegen, von Anfang an mit der höchsten Transparenz vorzugehen. Die laufenden Fachkonferenzen zur Standortauswahl sind dabei genauso wichtig, wie sich selbst ein Bild vor Ort zu machen."    

Im nächsten Schritt der Endlagersuche wird der breiten Öffentlichkeit nun diese Möglichkeit zur Diskussion gegeben. Hierzu finden sogenannte Fachkonferenzen in den 90 Teilgebieten statt, an denen sich alle Bürgerinnen und Bürger beteiligen können. Genauere Informationen zu den Fachkonferenzen sowie zum ganzen Auswahlprozess finden Betroffene und Interessierte unter www.endlagersuche-infoplattform.de.