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Kulturelle Bereicherung für die Region

Dr. Bärbel Kofler: „Kunst als Anknüpfungspunkt für internationalen Austausch und globale Partnerschaften.“

Gemeinsam mit Dr. Bärbel Kofler, MdB und Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), und Josef Süß, Stadtrat in Waldkirchen und Landtagskandidat im Stimmkreis Regen/FRG, besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Hagl-Kehl das Museum „Rotes Schulhaus“ in Rinchnach. Bis 2007 diente dieses als Kunst- und Werkraum für die örtliche Mittelschule, bevor es bis 2018 ungenutzt leer stand und schließlich von den jetzigen Besitzern erworben wurde. „Für uns war das im Nachhinein ein Glücksfall, da vieles aus Jahrzehnten Schulgeschichte wie in einer Zeitkapsel erhalten geblieben ist. So drehte sich unsere erste Kunstausstellung auch um das Thema Schule mit den vielen im Gebäude gefundenen Gegenständen, beispielsweise originale Schulbänke aus der Vorkriegszeit, alte Zeugnisse oder auch Kunstwerke aus dem Kunstunterricht bis 2007“, erzählen Sandra Schütz, hauptberuflich Professorin und Dekanin der Fakultät für Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften an der OTH Regensburg, und Johannes Haslinger, Fotograf und Musiker, von ihrer ersten Ausstellung. Zuvor sanierten beide in unzähligen Arbeitsstunden und mit der finanziellen Förderung von Bund, Land und Kommune das denkmalgeschützte Schulhaus, dass nun die Region als „Museum rotes Schulhaus“ mit Ausstellungen und als Veranstaltungsort kulturell bereichert. „Ein gutes Beispiel, wie man etwas gegen den Leerstand in der Region unternehmen kann und gleichzeitig die Attraktivität als Wohn- und Lebensraum für die Menschen vor Ort gesteigert wird“, findet auch Josef Süß.

In Zukunft möchten Sandra Schütz und Johannes Haslinger dabei auch regelmäßig mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern zusammenarbeiten und die globale kulturelle „Vernetzung“, abseits von politischen oder wirtschaftlichen Zielen, fördern. Hier verfüge man bereits über viele Kontakte weltweite, die man noch weiter ausbauen möchte. Dazu Dr. Bärbel Kofler: „Kunst ist auch immer ein Anknüpfungspunkt für Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen und kann Brücken zwischen Staaten bauen. Über kommunale Partnerschaften fördert das BMZ deshalb auch immer wieder Projekte, die die Kultur anderer Länder und Regionen näherbringen. In diesem Zusammenhang biete ich gerne meine Hilfe an, um eine mögliche Ausstellung mit Partnern aus dem globalen Süden zu unterstützen.“ Bereits für das kommende Jahr plane man an einer Ausstellung gemeinsam mit tschechischen Künstlerinnen und Künstlern, erzählt Johannes Haslinger in diesem Zusammenhang. „Für Niederbayern und insbesondere den Bayerische Wald ist der Austausch mit unseren tschechischen Partnern besonders wichtig. Neben der wirtschaftlichen und kommunalen Zusammenarbeit ist auch der kulturelle Austausch über gemeinsame Projekte eine tragende Säule unserer freundschaftlichen Beziehungen. Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds (DTZF) fördert deshalb auch gemeinsame Projekte deutscher und tschechischer Künstlerinnen und Künstler“, ergänzte Rita Hagl-Kehl, Co-Verwaltungsratsvorsitzende des DTZF abschließend.

[Foto v.l.n.r.: Gudrun Reckerziegel (Koordinatorin Kommunale Entwicklungspolitik im Landkreis Regen), Rita Hagl-Kehl (SPD-Bundestagsabgeordnete), Dr. Bärbel Kofler (SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), Sandra Schütz, Josef Süß (Stadtrat in Waldkirchen und SPD-Landtagskandidat im Stimmkreis Regen/FRG). Quelle: Büro Hagl-Kehl]


© Rita Hagl-Kehl, MdB