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Hagl-Kehl besucht Niederbayerisches Landwirtschaftsmuseum

Zusammen mit Dennis Schötz, SPD-Direktkandidat im Wahlkreis Straubing, besuchte Rita Hagl-Kehl, Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, das Niederbayerische Landwirtschaftsmuseum in Regen. Im Gespräch mit Roland Pongratz, Leiter des Museums, tauschte man sich dabei über den mittlerweile verklärten Blick auf den Lebensalltag der Bauern im 19.Jahrhundert und über aktuelle Förderprogramme aus.

Besonders kleinere Museen sind von der Corona-Pandemie betroffen, da diese normalerweise einen großen Teil ihrer Einnahmen über den Besuch von Schulklassen und Veranstaltungen generieren. Auch dem Niederbayerischen Landwirtschaftsmuseum in Regen gehe es so, wie Roland Pongratz im Gespräch berichtete. „Bis wieder ganze Schulklassen Ausflüge in Museen mit Führungen machen können, wird es leider noch einige Zeit dauern“, sagte auch Rita Hagl-Kehl. Deshalb habe die Bundesregierung mit dem „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen 2021“ besonders kleinere Museen im ländlichen Raum unterstützt, um notwendige Investitionen durchführen zu können. Aufgrund des geplanten Neubaus in Regen wurde über das Programm zwar für das Landwirtschaftsmuseum keine Förderung beantragt, allerdings profitiere unter anderem das Wolfsteiner Heimatmuseum im Schramlhaus in Freyung von den bereitgestellten Bundesfördermitteln, so Rita Hagl-Kehl.

Für Schulklassen ist das Regener Museum besonders wertvoll, hier gibt es für die Kinder Wissen zum Anfassen.

Dennis Schötz

Dennis Schötz, SPD-Bundestagskandidat und Kulturbeauftragter in Viechtach, zeigte sich begeistert von der Ausstellung mit ihren abwechslungsreichen Exponaten, die sowohl für Touristen als auch für Einheimische ein Gewinn sei. Auch den pädagogischen Mehrwert des Landwirtschaftsmuseums hob er hervor: „Für Schulklassen ist das Regener Museum besonders wertvoll, hier gibt es für die Kinder Wissen zum Anfassen – mit der spannend gestalteten Darstellung unserer regionalen Geschichte lässt sich das theoretische Wissen um Leben und Wirkung unserer Vorfahren eindrucksvoll vertiefen.“ Die Erinnerung an das frühere Leben in Niederbayern sei Schötz zufolge ohnehin unerlässlich, denn „auch Gegenwart und Zukunft lassen sich mit einem Blick in die Vergangenheit oft besser verstehen“. 

Oft haben die Menschen einen verklärten Blick auf die ‚gute alte Zeit‘. Tatsächlich war der karge Alltag der meisten Menschen im 19. Jahrhundert von Entbehrungen geprägt, weshalb mich als Geschichtslehrerin diese genaue und detailverliebte Darstellung besonders freut.

Rita Hagl-Kehl

Das 1988 eröffnete Niederbayerische Landwirtschaftsmuseum in Regen setzte bei seiner Einweihung mit der damals neuen Form der inszenierten Darstellung der niederbayerischen Agrar- und Sozialgeschichte vom 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert neue Maßstäbe und diente als Vorbild für viele weitere Ausstellungen in ganz Bayern. Besonderen Wert legt das Museum dabei darauf, dass der harte Alltag der Bauern nicht beschönigt dargestellt wird. „Oft haben die Menschen einen verklärten Blick auf die ‚gute alte Zeit‘. Tatsächlich war der karge Alltag der meisten Menschen im 19. Jahrhundert von Entbehrungen geprägt, weshalb mich als Geschichtslehrerin diese genaue und detailverliebte Darstellung besonders freut“, betonte Rita Hagl-Kehl, in der 18. Legislaturperiode Mitglied des Landwirtschaftsausschusses im Bundestag.