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MdB Rita Hagl-Kehl zu Besuch bei Schwaiger Holzindustrie

Wir versuchen die ankommenden Holzstämme zu 100 Prozent zu verwerten.

Josef Schwaiger

Gemeinsam mit einem Teil der SPD Hengersberg um den Ortsvorsitzenden Ewald Straßer besuchte Rita Hagl-Kehl, SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, in der vergangenen Woche das Traditionsunternehmen Schwaiger Holzindustrie. Der Austausch mit Inhaber Josef Schwaiger und seiner Tochter Katrin Schwaiger sowie dem Werkleiter des Güterverkehrszentrum Hafen Deggendorf, Christian Hantke, drehte sich neben der aktuellen Entwicklung des Unternehmens vor allem um die Verlagerung des Gütertransportes von der Straße auf die Schiene.

Es ist beeindruckend, was die Familie Schwaiger hier über ein Jahrhundert aufgebaut hat.

Rita Hagl-Kehl

„Ich bin stolz, dass wir nach über 110 Jahren Firmengeschichte immer noch als familiengeführtes Unternehmen bestehen und dass mit meiner Tochter Katrin bereits die vierte Generation in den Startlöchern steht“, betonte Josef Schwaiger, Inhaber und Geschäftsführer der Schwaiger Holzindustrie GmbH, zu Beginn des Treffens. Zunächst mitten in Hengersberg beheimatet, zog das Unternehmen 1984 zum jetzigen Standort am Rand der Ortschaft. Bereits seit vielen Jahren versucht das Unternehmen dabei den Fokus mehr auf Nachhaltigkeit zu legen, unter anderem durch eine stärkere Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene. „Es ist beeindruckend, was die Familie Schwaiger hier über ein Jahrhundert aufgebaut hat. Dass man sich zudem für das Thema Nachhaltigkeit engagiert, zeigt, dass man wirtschaftliche und ökologische Interessen vereinen kann“, so Rita Hagl-Kehl.

 Dass davon die Anwohner an der Strecke nicht begeistert sind, ist verständlich, weshalb wir neue Lösungen suchen.

Christian Hantke

Mittlerweile beschäftigt Schwaiger Holzindustrie mehr als 300 Angestellte und zählt zu den zehn größten Sägewerken in Deutschland. Insgesamt werden jährlich über 1 Millionen Festmeter Holz geschnitten, die dann wiederum zu knapp 40 Prozent in den heimischen Markt geliefert werden, aber auch ins europäische Ausland, nach Asien oder in die USA. Zudem produziert das Unternehmen circa 10 Prozent der gesamten Holzpellets auf dem deutschen Markt. Bereits seit vielen Jahren engagiert man sich zunehmend für das Thema Nachhaltigkeit. „Wir versuchen die ankommenden Holzstämme zu 100 Prozent zu verwerten. Die anfallenden Holzreste und die Rinde nutzen wir außerdem zur Energieerzeugung und die Abwärme für die Trockenkammern. In den vergangenen Jahren haben wir zudem den Gütertransport zunehmend, soweit dies möglich ist, auf die Schiene verlagert. Bereits vor über zehn Jahren erwarben wir deshalb einen großen Teil der Gleisstrecke zwischen Deggendorf und Hengersberg, die sonst stillgelegt worden wäre“, erzählte Josef Schwaiger. Aktuell ersetze der Hafen Deggendorf und die Firma Schwaiger zusammen durch den Gütertransport auf der Schiene circa 50.000 LKW Ladungen pro Jahr. Leider sei man momentan durch die vorhandenen Gleiskapazitäten in Plattling und Deggendorf und die zur Verfügung stehenden Zeitfenster für die Züge stark eingeschränkt, so Schwaiger weiter. Ähnliches berichtet auch Christian Hantke vom Hafen Deggendorf: „Auch unsere Ansiedler würden gerne zur Tagzeit noch mehr Güter über die Schiene transportieren. Zudem können derzeit unter anderem aufgrund des Vorranges des Personenverkehrs durch die Waldbahn insbesondere die Schwaiger-Güterzüge fast ausschließlich nachts und am Wochenende vom Bahnhof Plattling über den Bahnhof Deggendorf auf die Strecke nach Hengersberg geleitet werden. Dass davon die Anwohner an der Strecke nicht begeistert sind, ist verständlich, weshalb wir neue Lösungen suchen.“

Es ist beeindruckend, wie viel Engagement von der Firma Schwaiger an den Tag gelegt wird.

Ewald Straßer

Dazu Ewald Straßer, Kreisvorsitzender der SPD im Landkreis Deggendorf: „Als Kreisrat und dritter Bürgermeister des Marktes Hengersberg beschäftige ich mich bereits seit vielen Jahren mit der Thematik, und es ist beeindruckend, wie viel Engagement von der Firma Schwaiger an den Tag gelegt wird, vor allem auch, um die Lärmbelästigung für die Anwohner so gering wie möglich zu halten.“ Alle Beteiligten waren sich aber einig, dass es für weitere Schritte auf die Unterstützung der Deutschen Bahn ankomme. „Um weitere Maßnahmen und Möglichkeiten auszuloten, durch welche sich die Situation für alle Beteiligten verbessert, insbesondere um Transporte in der Nacht zu vermeiden, werde ich den Kontakt direkt mit der Deutschen Bahn suchen“, versprach Rita Hagl-Kehl am Ende des Besuches.