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Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl, MdB bei der Lebenshilfe Grafenau

Grafenau. Die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl besichtigte das Wohnheim der Lebenshilfe in Grafenau.

Beim Rundgang durch die Gebäude erläuterten Helmut Denk (Geschäftsführer) und Grazyna Dzideczek (Assistentin der Geschäftsführung) der Abgeordneten den Aufbau und die Organisation der Lebenshilfe Grafenau.

Das Wohnheim bietet 28 Menschen mit geistiger/ körperlicher Behinderung eine dauerhafte vollstationäre Versorgung. Damit sich die Bewohner hier auch zu Hause fühlen, können sie ihre Zimmer selbst gestalten. Es gibt zwei Wohngruppen für Werkstattgänger sowie eine intensiv betreute Wohngruppe.

In einer Wohngruppe mit vier Plätzen in einem von der Lebenshilfe Grafenau 2014 gebauten Wohnhaus werden behinderte Menschen mit entsprechenden Fähigkeiten und Selbstständigkeit ambulant betreut. Neben dieser ambulanten Betreuung kümmern sich Mitarbeiter des Vereins in der sog. „Offenen Behindertenarbeit (OBA)“ um Behinderte, um die Familien zu unterstützen und zu entlasten. In diesem Bereich engagieren sich ca. 100 ehrenamtliche Mitarbeiter.

Die Lebenshilfe fördert ein möglichst selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung. Dabei wird die Angleichung an die Lebensbedingungen von Menschen ohne Behinderungen angestrebt. Dazu arbeiten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Eltern und Angehörige oder auch Betreuer zusammen. Den Rahmen hierfür bilden ein ständig weiter zu entwickelndes Leitbild im Verein und Konzeptionen sowie Leistungsbeschreibungen in den Einrichtungen der Lebenshilfe. Von der Heilpädagogischen Tagesstätte über das Wohnheim bis hin zur Organisation von Elterngruppen werden verschiedenste Bedürfnisse erfüllt. Dabei soll stets der Mensch im Mittelpunkt stehen. Den Leitlinien der Lebenshilfe entsprechend, müssen die Menschen mit Behinderung die Möglichkeit haben, sich zu entfalten und an der sozialen Umwelt teilzuhaben.

Bei Kaffee und Kuchen hatte die Abgeordnete die Möglichkeit, sich mit den Bewohnern selbst auszutauschen. 

Für mich gehören Menschen mit Behinderung in die Mitte der Gesellschaft. Deshalb finde ich es sehr gut, dass sich das Wohnheim direkt in einer Siedlung befindet. Nur Kontakt baut Vorurteile ab und es ist schön zu sehen, dass das hier möglich ist.

Rita Hagl-Kehl