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Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl, MdB besucht Bayernwald Früchteverwertung

Hengersberg. Die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl informierte sich gemeinsam mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Ewald Straßer und den örtlichen SPD-Mitgliedern Daniel Luksch und Alois über die Bayernwald Früchteverwertung.

Alois Schuster, Ewald Straßer, Andreas Moser, PStn Rita Hagl-Kehl, MdB, Daniel Luksch, Peter Kohlhofer, Josef Schober

Der Betrieb wurde 1923 gegründet und verarbeitet Früchte und Beeren zu herausragenden Halbwaren- und Getränkeprodukten. Die 166 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 14 Auszubildende, sorgen für die Produktion von Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten sowie Fruchtmark, hauptsächlich für die Lebensmittelindustrie. Ebenso werden hier Beerenweine und Frucht-Glühweine nach traditionellen Rezepten hergestellt. In erster Linie werden rote Früchte verarbeitet und die Produkte weltweit in über 50 Länder exportiert.

Die Geschäftsführer Andreas Moser und Josef Schober sowie der Leiter des Qualitätsmanagements Peter Kohlhofer erklärten den Gästen beim Rundgang durch den Betrieb die Verfahrensabläufe sowie die firmeneigene Philosophie. Neben der lückenlosen qualitätsorientierten Produktionskette, der kontinuierlichen Förderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werde auch das Thema Nachhaltigkeit groß geschrieben. Die Früchte würden schonend bei 50 – 60 Grad verarbeitet, im Schnitt handle es sich um acht Tonnen pro Stunde. Zwei Labore würden die Qualität der gelieferten Produkte garantieren, denn Vertrauen sei in diesem Bereich unverzichtbar. Neben des Qualitäts- und Energiemanagements, der Lebensmittelsicherheit gäbe es Zertifizierungen in den Bereichen Bio, Koscher und sogar Halal. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden einen sparsamen Umgang mit den Ressourcen pflegen und die verbrauchten Ressourcen sowie die erzeugten Emissionen auf ein Minimum reduziert. Abfälle würden korrekt entsorgt und wenn möglich wiederverwertet. Zudem werde derzeit gemeinsam mit dem Frauenhofer Institut darüber geforscht, wie man aus der restlichen Maische (Fruchttrester) ein natürliches Verpackungsmaterial zur Eindämmung der Plastikflut herstellen könne. Natürlich sei Erfolg nur möglich, wenn sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren könnten. Neben der pünktlichen und gerechten Entlohnung würden freiwillige soziale Leistungen angeboten. Auch die Mitarbeiterzufriedenheit werde regelmäßig evaluiert. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liege bei 17 Jahren, da sich das Team hier wohl fühle. Selbstverständlich werde die Ausbildung seit jeher groß geschrieben. 

Ich bin froh, dass wir diesen Betrieb hier in Hengersberg haben, der mit der Zeit geht und sich auch neuen Herausforderungen stellt. Vor allem die Forschung in Bezug auf einen möglichen Plastikersatz beeindruckt mich. Wirtschaftlichkeit und umweltbewusstes Handeln müssen Hand in Hand gehen, damit wir unsere Umwelt schonen.

Rita Hagl-Kehl