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Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl, MdB zu Gast bei Edscha

Hengersberg. Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl, MdB, informierte sich gemeinsam mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Ewald Straßer, Dr. Bernd Vilsmeier, Alois Schuster und Elvira Wudy über Edscha.

Werksleiter Hubert Sterl und Personalleiter Tobias Weghofer erläuterten den Anwesenden die Entwicklung des Unternehmens, das seit 1963 in Hengersberg ansässig ist. Seit 2010 bediene das Unternehmen unter dem Dach des spanischen Automobilzulieferers Gestamp weltweit von 23 Standorten mit rund 5.900 Mitarbeitern nahezu alle Automobilhersteller mit Produkten und Know-how.

Edscha sei der weltweit größte Produzent von Scharniersystemen und zugleich einer der führenden europäischen Lieferanten für „Angetriebene Systeme“ und „Betätigungssysteme“ wie z.B. Pedalwerke und Feststellbremsen. Die Scharnier-Produktion stelle rund 53% der gesamten Produktion in Hengersberg, so Hubert Sterl. Derzeit seien 910 Mitarbeiter und 41 Auszubildende hier in Hengersberg beschäftigt. Auf einer Produktionsfläche von rund 30.000 Quadratmetern würden vor allem Scharniersysteme, Bremspedale, Handbremsen und elektrische Antriebe für Heckklappen gefertigt. Personalleiter Tobias Weghofer erläuterte, dass durch die Bindung an den Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie und die betriebsinternen Weiterbildungsmöglichkeiten das Unternehmen ein interessanter Arbeitgeber vor Ort sei. Es gebe auch für Menschen ohne Berufsausbildung die Möglichkeit, sich zu qualifizieren. Nichtsdestotrotz sei der Fachkräftemangel auch hier spürbar. Hubert Sterl und Tobias Weghofer forderten, dass es nun endlich an der Zeit sei, ein funktionsfähiges Einwanderungsgesetz vorzulegen. Sie hätten beispielsweise zwei junge Männer aus Syrien im Betrieb und hätten mit diesen durchweg positive Erfahrungen gemacht und würden gerne auch weiteren jungen Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, eine Chance geben. „Ein Einwanderungsgesetz ist im Koalitionsvertrag festgelegt und unsere Fraktion hätte dies bereits in der vergangenen Legislaturperiode gerne umgesetzt, aber das wollte die Union nicht. Mittlerweile konnte sich in der Koalition auf ein Eckpunktepapier verständigt werden “, erklärte Rita Hagl-Kehl hierzu. 

Ich bin froh, dass es dem Unternehmen hier gut geht und die Produktion in Niederbayern stattfindet. Die Entwicklung ist bemerkenswert, vor allem wenn man sich ansieht, dass dieses Unternehmen 2009 insolvent war und heute so gut da steht.

Rita Hagl-Kehl, MdB