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Besuch im Geistlichen Zentrum Friedenskirche in Deggendorf

Das Geistliche Zentrum Friedenskirche in Deggendorf versucht den Menschen konfessionsübergreifend ein Ort der Ruhe und Besinnung zu sein. Im konstruktiven Austausch schildern Priester Michael Weiße, Leiter des Zentrums, und Florian Schäfer, Vorstand des Vereins der Freunde des geistlichen Zentrums in Deggendorf, was das Geistliche Zentrum genau macht und wie man finanziell derzeit unter der Corona-Krise leide.

Oftmals bieten wir nach schweren Schicksalsschlägen eine Anlaufstelle, um in Stille und mit unserer Hilfe wieder zu sich selbst zu finden.

Priester Michael Weiße

„Wir versuchen den Menschen grundsätzlich bei ihrer spirituellen Suche und in Glaubens- und Lebensfragen zu unterstützen. Die Konfession spielt dabei keine Rolle. Es kommen auch einige Atheisten zu uns, die in ihrer aktuellen Lebensphase einfach nicht mehr weiter wissen und Rat oder Ruhe suchen“, erzählt Michael Weiße bereits zu Beginn. Die Friedenskirche im Palais im Stadtpark Deggendorf, die 2012 von der Alt-Katholischen Kirche übernommen worden ist und um die das Geistlichen Zentrum aufgebaut wurde, stellt mit seinem Andachtsraum das meditative Zentrum der Einrichtung dar. Daneben gibt es noch einen reinen Meditationsraum sowie Übernachtungsmöglichkeiten. „Neben Menschen, die in unseren Gottesdiensten Besinnung suchen, kommen auch viele zu uns und bleiben für einige Tage. Oftmals bieten wir nach schweren Schicksalsschlägen eine Anlaufstelle, um in Stille und mit unserer Hilfe wieder zu sich selbst zu finden“, betont Michael Weiße. Man wolle dabei aber auf keinen Fall missionarisch tätig sein, sondern jedem Hilfsbedürftigen unterstützen, so Weiße weiter.

Ich hoffe, dass sich noch einige Spender für die Gestaltung des Meditationsraumes finden und kann nur jedem empfehlen, sich auf der Homepage oder vor Ort zu informieren.

Rita Hagl-Kehl

Finanziert wird der wohltätige Verein durch Förderungen der Alt-Katholischen Kirche sowie durch Mitgliedsbeiträge des eigenen Trägervereins und über Spenden. „Für dieses Jahr konnten wir gerade so die Finanzierung des Geistlichen Zentrums sicherstellen. Wie es aber im kommenden Jahr weiter geht, kann man jetzt noch nicht sagen. Aktuell fehlen uns zum Beispiel noch 700 Euro für die weitere Ausgestaltung unseres Meditationsraums“, berichtet Florian Schäfer. Insbesondere fehle es derzeit aufgrund der Corona-Pandemie an den Einnahmen durch Spenden. Dazu Rita Hagl-Kehl, SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin: „Durch die Corona-Pandemie leiden viele Menschen unter einer extremen psychischen Belastung. In den kommenden Monaten wird sozialen Einrichtungen wie dem Geistlichen Zentrum Friedenskirche in Deggendorf eine wichtige Rolle zukommen, um hier den Menschen eine unentgeltlich Anlaufstelle zu bieten. Was Herr Weiße hier leistet und an sozialem Engagement aufbringt, ist wirklich beeindruckend. Ich hoffe, dass sich noch einige Spender für die Gestaltung des Meditationsraumes finden und kann nur jedem empfehlen, sich auf der Homepage oder vor Ort zu informieren.“