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Rita Hagl-Kehl trifft neuen Bürgermeister von Grafling

Grafling, 31.08.2020: Die Parlamentarische Staatssekretärin und Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Deggendorf, Rita Hagl-Kehl (SPD), hat dem neuen Bürgermeister der Gemeinde Grafling, Anton Stettmer (CSU), einen Besuch abgestattet.

Stettmer berichtete der Staatssekretärin, dass für Grafling seit jeher die vielen denkmalgeschützten Brücken, die alle sechs Jahre von einem Gutachter überprüft werden müssen, eine Herausforderung darstellen. Dem Bürgermeister zufolge sei momentan noch eine letzte Bahnbrücke sanierungsbedürftig. Das im März erlassene Gesetz für Eisenbahnkreuzungen greift in diesem Fall leider nicht, da es sich um eine schon bestehende Brücke handelt, sodass die Gemeinde die Kosten selbst tragen muss. Hierfür erbat der Bürgermeister Hilfe bei der Bundespolitikerin, die Verständnis für das Problem der Gemeinde aufbrachte.

Beim Thema Breitbandausbau konnte der Bürgermeister von einer guten Entwicklung berichten, da Grafling unter anderem vom Höfebonusprogramm profitiert. Mit dem sogenannten „Höfebonusprogramm“ wird der Anschluss von abgelegenen Weilern an das schnelle Internet gefördert. Die Staatssekretärin zeigte sich erfreut und betonte, dass ihr die Digitalisierung der Region ein besonderes Anliegen sei, um diese in allen Bereichen zukunftsfähig zu machen.

Grundsätzlich stehe ich hinter dem Ausbau der B11, aber für einige Punkte hätte es bessere Lösungen gegeben

Anton Stettmer

Ein großes Thema für Stettmer ist die B11 Trassenführung Deggendorf – Grafling. Er erläuterte der Bundestagsabgeordneten: „Grundsätzlich stehe ich hinter dem Ausbau der B11, aber für einige Punkte hätte es bessere Lösungen gegeben.“ So sei die Straßenführung noch nicht optimal. Seiner Ansicht nach wäre es besser, eine Kraftfahrtsstraße auszuweisen und den langsamen Verkehr auf einer Nebenstraße zu leiten. Außerdem sorge der fehlende Lärmschutz in Grafling für Unmut in der Bevölkerung. Hagl-Kehl, die in der letzten Legislaturperiode den Bundesverkehrswegeplan für Bayern mitverhandelt hat, hob hervor: „Der Ausbau ist wichtig, weil über die B11 der gesamte Fernverkehr aus und in den oberen Bayerischen Wald verläuft. Für die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Östliches Niederbayern sind solche Investitionen in die Infrastruktur unabdingbar.“

Der Ausbau ist wichtig, weil über die B11 der gesamte Fernverkehr aus und in den oberen Bayerischen Wald verläuft. 

Rita Hagl-Kehl

Optimistisch zeigte sich der Bürgermeister in Bezug auf den neu sanierten Grundschulstandort Grafling, der durch die vielen Kindern im Kindergarten für die nahe Zukunft gesichert ist. „Es freut mich als Lehrerin natürlich besonders zu hören, dass in die Schule investiert wurde und der Standort durch die vielen Kindergartenkinder eine Zukunft hat“, betonte Hagl-Kehl, die vor ihrer Wahl in den Bundestag Deutsch und Geschichte am Gymnasium unterrichtete. Den Abschluss des Besuchs bildete die Besichtigung eines Teilstücks der B11, sodass sich die Staatssekretärin vor Ort ein Bild von der Situation machen konnte. Bei der Verabschiedung bedankte sich Bürgermeister Stettmer bei Rita Hagl-Kehl für den Besuch und das entgegengebrachte Interesse.