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Rita Hagl-Kehl zu Besuch bei der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Deggendorf

Deggendorf, 07.09.2020 - Im Gespräch mit Geschäftsführer Johann Marx erörterten Rita Hagl-Kehl, SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, und Ewald Straßer, Vorsitzender im SPD-Kreisverband Deggendorf, die aktuelle Lage der Gemeinnützigen Genossenschaft.

(Foto v.l.n.r.: Ewald Straßer, Rita Hagl-Kehl MdB, Johann Marx)

„Genossenschaftliche Wohnmodelle bieten vielen Geringverdienern die einzige Möglichkeit, eine für ihre Bedürfnisse angemessene Wohnung zu finden“, betonte die Bundestagsabgeordnete Rita Hagl-Kehl bereits in der Vergangenheit. Beim Treffen mit Johann Marx, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Deggendorf, ging es vor allem um die aktuelle Lage der Genossenschaft, die Investitionen der vergangenen Jahre und welche staatlichen Maßnahmen noch ergriffen werden können.

„Nächstes Jahr gibt es uns bereits seit 100 Jahren“, sagte Marx bereits stolz zu Beginn. Und die Zahlen sprechen für sich: Inzwischen gehören zur Genossenschaft aus Deggendorf 742 Wohnungen und insgesamt 1266 Mitglieder. Dadurch wird vielen Menschen mit niedrigem Einkommen die Chance gegeben, nicht nur bezahlbaren Wohnraum zu finden, sondern diese in Zeiten steigender Mieten auch sicher zu behalten. Deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Warteliste auf eine neue Wohnung lang ist und inzwischen 570 Personen umfasst. Um diesem zunehmenden Bedarf gerecht zu werden, wurden deshalb erst vor kurzem 32 neue Wohnungen für insgesamt 5,1 Millionen Euro fertiggestellt.

Wir in der Genossenschaft versuchen die jeweiligen Bedürfnisse unserer Mitglieder zu beachten.

Johann Marx

Bei der endgültigen Vergabe wird zudem versucht, die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen zu berücksichtigen. „Wir in der Genossenschaft versuchen die jeweiligen Bedürfnisse unserer Mitglieder zu beachten, und dabei gleichzeitig eine Ghettobildung zu verhindern“, stellte Johann Marx klar. Ziel sei es, Jung und Alt oder Deutsche und Migranten zusammenzubringen. Rita Hagl-Kehl zeigte sich dabei beeindruckt, dass inzwischen fast alle Wohnungen saniert worden sind und zum Beispiel von verbrauchintensiven Öl- oder Elektroheizung auf Gas umgestellt worden ist. Hierdurch konnten die Energiekosten in den vergangen Jahren deutlich gesenkt werden. „Mit unseren Zuschüssen vom Bund für Sanierungen versuchen wir nicht nur ökologische Aspekte, sondern auch die Amortisierung für Vermieter zu berücksichtigen“, so Hagl-Kehl.

Momentan haben wir in Deutschland zunehmend Probleme dabei, für Bürger knapp über der Sozialhilfegrenze bezahlbaren Wohnraum zu finden. Hier müssen und werden wir handeln.

Rita Hagl-Kehl

Allerdings kämpft Johann Marx im Alltag auch mit verschiedensten kleineren und größeren Problemen: So gibt es inzwischen immer häufiger Erben, die nur noch viel Gewinn aus ihren Anteilen ziehen wollen oder bürokratische Hindernisse, gerade bei Sozialwohnungen. Auch ist die Genossenschaft immer häufiger die letzte Anlaufstelle für Menschen, die zwar noch kein Anrecht auf eine Sozialwohnung haben, aber dennoch auf dem freien Wohnungsmarkt kaum eine Chance haben. „Momentan haben wir in Deutschland zunehmend Probleme dabei, für Bürger knapp über der Sozialhilfegrenze bezahlbaren Wohnraum zu finden. Hier müssen und werden wir handeln“, hob die SPD-Bundestagsabgeordnete Hagl-Kehl noch einmal hervor.