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Rita Hagl-Kehl zu Besuch beim Amt für ländliche Entwicklung in Landau

(Foto v.l.n.r.: Amtsleiter Josef Reidl, Rita Hagl-Kehl, Stellvertretender Amtsleiter Michael Kreiner.)

Amtsleiter Josef Reidl, sein Stellvertreter Michael Kreiner und Abteilungsleiter Hartmut Hofbauer, informierten über die aktuelle Situation, insbesondere die Ausstattung des Amtes mit Personal, den Einsatz der Fördermittel und die langfristigen fachlichen Schwerpunkte der Behörde. 

„Mehrere Faktoren prägen derzeit die Arbeit unseres Hauses“, so Reidl. Am gravierendsten wirke sich der starke personelle Umbruch aus. Bei sehr vielen Abgängen, allein 31 im Jahr 2020, entstehe ein enormer Verlust an Erfahrung und Wissen. Nach dem erfolgten Personalabbau können jetzt aber erfreulicherweise alle Abgänge ersetzt werden. „Derzeit befinden sich 33 junge Menschen bei uns in Ausbildung und wir konnten etliche Experten zusätzlich einstellen." Dieser beschränkten Personalkapazität stehen viele Anträge gegenüber. „Insgesamt laufen derzeit fast 453 aktuelle Verfahren und Projekte über ganz Niederbayern verteilt; die Nachfrage übersteigt eigentlich in allen Bereichen unsere Möglichkeiten“ erläuterte Reidl. Die absehbar größten Zukunftsaufgaben seien die Bereiche Klima, Boden, Landschaft, Wasser sowie die Entwicklung der Dörfer. Mit der Initiative „boden:ständig“ soll Bodenerosion verhindert und der Zustand der Gewässer verbessert werden. So helfe man der Land- und Forstwirtschaft durch agrarstrukturelle Verbesserungen und schütze gleichzeitig Natur und Landschaft. Entscheidender und schwierigster Faktor sei hier die Flächenverfügbarkeit, betonten die Behördenvertreter.

Derzeit befinden sich 33 junge Menschen bei uns in Ausbildung und wir konnten etliche Experten zusätzlich einstellen.

Josef Reidl

In den niederbayerischen Dörfern stellt der bestehende und drohende Leerstand von Gebäuden eine zentrale Herausforderung für die Zukunft dar. Durch die Möglichkeiten der Dorferneuerung private und öffentliche Maßnahmen, wie den barrierefreien Umbau, zu fördern, wolle man diesem Trend begegnen. Hier komme die verbesserte Finanzausstattung sehr gelegen, freut sich der Amtsleiter. Das Amt für Ländliche Entwicklung konnte im vergangenen Jahr insgesamt 20 Millionen Euro Fördermittel für Projekte in Niederbayern weitergeben. Er bedankte sich für die starke und erfolgreiche Unterstützung der Abgeordneten, gerade auch für die erheblichen Fördergelder aus der gemeinsamen Finanzierung mit Bundes- und Landesmittel.

Die Förderung der ländlich geprägten Regionen in Niederbayern ist mir ein besonderes Anliegen.

Rita Hagl-Kehl

Eine positive Entwicklung sieht Reidl bei der Integrierten Ländlichen Entwicklung -kurz „ILE“ genannt. Diese Form der interkommunalen Zusammenarbeit habe sich neben Flurneuordnung und Dorferneuerung zum stabilen dritten Standbein für die Arbeit des Amtes im Ländlichen Raum entwickelt. Insbesondere die Einführung eines sogenannten Regionalbudgets sei ein wichtiger Schritt, weil damit erstmals bei der ILE eine direkte, investive Förderung möglich werde. Zum Abschluss berichtete der stellvertretende Amtsleiter Kreiner über die Initiative „Genussregion Niederbayern“ mit dem Gedanken der Regionalität. "Die Förderung der ländlich geprägten Regionen in Niederbayern ist mir ein besonderes Anliegen. Hierzu zählen auch regional erzeugte Produkte und die damit verbundenen Erzeuger vor Ort", bekräftigte Rita Hagl-Kehl.