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PStn Rita Hagl-Kehl, MdB zum Austausch in der Kinderklinik Dritter Orden in Passau

Die Parlamentarische Staatssekretärin und MdB für den Wahlkreis Deggendorf Rita Hagl-Kehl die Kinderklinik Dritter Orden Passau und nahm sich den Problemen vor Ort an. Der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Matthias Keller und der Geschäftsführer Reinhard Schmidt empfingen Frau Hagl-Kehl.

Foto: (v.l.): Geschäftsführer Reinhard Schmidt, MdB Rita Hagl-Kehl und Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Matthias Keller beim Rundgang auf der Intensivstation im Eltern-Baby- und Familienzentrum der Klinik. 

Die Kinderklinik in Passau zählt zu einer der größten Kinderkliniken in Deutschland. Das EBZ (Eltern-Baby- und Familienzentrum) des Krankenhauses, so der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Matthias Keller, bilde den Schwerpunkt der medizinischen Arbeit und ziehe zugleich weltweite Bekanntheit auf sich. Im Familienzentrum können Eltern mit ihren Kindern während der Behandlungen zusammenwohnen. In der Klinik gibt es außerdem eine Klinik für Kinderchirurgie, ein Sozialpädiatrisches Zentrum und ein Medizinisches Versorgungszentrum.

Als Lehrkrankenhaus der TU München und mit eigenen Publikationen in Fachjournalen und Fachvorträgen steigert die Kinderklinik Passau ihre Attraktivität für Fachpersonal. 

Das Krankenhaus ist ein wichtiger Arbeitgeber für die gesamte Region bis in den Landkreis Freyung-Grafenau hinein.

betonte die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl.

Beim Besuch mit der Bundestagsabgeordneten wurden aber auch Probleme angesprochen: Da ist die schlechte ÖPNV-Anbindung des ländlichen Raumes, welche sich auch auf die Mobilität des Fachpersonals auswirkt und ohne Auto nicht zu meistern ist, die Gewaltdrohungen gegen das Klinikpersonal und Finanzierungsprobleme. Aufgrund des weitreichenden Einzugsgebietes, welches sich bis nach Regen und an die deutsch-tschechische Grenze erstreckt, ist die Anfahrt oft sehr weit und gerade im Winter kompliziert, um früh morgens rechtzeitig zur OP zu erscheinen. Eine frühere Aufnahme der kleinen Patientinnen und Patienten, welche bis vor kurzem noch möglich war, ist jetzt aus Kosten- und rechtlichen Gründen nicht mehr vertretbar, was die Klinik und die Eltern an ihre Grenzen bringt.

Die Gewaltdrohungen gegen das Klinikpersonal sind laut Prof. Dr. Keller nicht zu unterschätzen. Es kommt zuweilen so weit, dass Polizeischutz bei Behandlungen von Kindern nötig ist, weil die Nerven der Eltern blank liegen. Um Gewalt gegen Rettungskräfte oder Beamte, wie der Polizei, einzudämmen, wurden 2017 neue Straftatbestände vom Bundestag beschlossen. Doch die Sicherheit von medizinischem Fachpersonal in Krankenhäusern wird von dem Gesetz nicht abgedeckt, welche aber ebenso gewährleistet werden muss.

Ich nehme die Probleme und Sorgen der Klinikmitarbeiterinnen und -mitarbeiter mit nach Berlin, werde sie an die zuständigen Stellen weitergeben und so versuchen, abzumildern.

versicherte die Parlamentarische Staatssekretärin.

Zum Abschluss des Termins wurde Frau Hagl-Kehl eine Führung durch das Eltern-Baby- und Familienzentrum gegeben, was durchaus beeindruckte. 

Es gibt kein lautes Piepsen, keine Krankenhaus-Atmosphäre. Es ist eine sehr angenehme Umgebung. Ich bin positiv überrascht. Wir brauchen mehr solcher Zentren mit Wohlfühlatmosphäre für unsere Kleinsten und ihre Eltern.

so Rita Hagl-Kehl, MdB.